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Ilse Schmitt - Fernmeldeinspektorin

„Völker, die die Frauen mitarbeiten lassen, sind wirtschaftlich besser“, ...

... so lautet der Standpunkt von Ilse Schmitt, geboren 1936, eine der ersten Fernmeldeinspektorinnen der Deutschen Bundespost in Nürnberg. 40 Jahre Berufsleben liegen hinter ihr und sie konnte hautnah die rasante Entwicklung in der Übertragungstechnik inmitten einer von Männern dominierten Welt miterleben.

Ohne ein Studium der Ingenieurwissenschaften bot man ihr die Chance, von der handvermittelten Fernmeldestelle in die Technik zu wechseln – ein Segen für die 20jährige Frau, die dort für sich den richtigen Platz fand und stetig mehr Aufgaben übernahm. Gleichzeitig war sie Ehefrau und Mutter, die die Erziehung ihres Sohnes dem Schwiegervater überließ, ein Dilemma, das in dieser Zeit vielen Frauen ein permanent schlechtes Gewissen bereitete.

Nichtsdestotrotz erfüllte sie ihr Beruf mit Stolz, machte sie zu einer selbstbestimmten und weltoffenen Frau, die sich seit ihrem Ruhestand ihren beiden Enkelinnen widmet, damit die Schwiegertochter ihrem Beruf nachgehen konnte.

 

© Text: Susanne Auer, Frauen in der Einen Welt
© Foto: Marianne Meschendörfer, Frauen in der Einen Welt

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