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Die Plakataktion des Museums Frauenkultur R.-I. - ein Zeichen der Solidarität

Veröffentlicht am 08.11.2022

 

Nachdem Anfang des Jahres 2022 bekannt wurde, dass das Museum Frauenkultur Regional – International in Burgfarrnbach nur noch bis Ende 2023 einen festen Standort im Marstall des Burgfarrnbacher Schlosses haben wird und die Zukunft des Museums danach unsicher ist, initiierten die Museumsfrauen eine Plakataktion. Per Mail und durch persönliches Weitersagen wandten sie sich an Freund*innen und Interessent*innen des Museums und baten sie, Plakatideen zu entwickeln, in denen persönliche Haltungen zum Weiterbestehen des Museums zum Ausdruck gebracht werden.

Innerhalb kurzer Zeit trafen zahlreiche Plakatentwürfe mit Solidaritätsbekundungen ein von Künstler*innen aller Art, Frauenvereinen und Frauenmuseen weltweit. 51 Beiträge aus Deutschland, insbesondere der fränkischen Heimat der Kultureinrichtung, aus dem europäischen Raum (Italien, Österreich, Serbien, Irland, Norwegen, Frankreich, England, Nordirland) und aus Übersee (Mexiko, Chile, Argentinien, USA) wurden nach Burgfarrnbach geschickt. Öffentlich sichtbar hingen die Plakate ab dem 8. März 2022 für einige Wochen in den Straßen und Plätzen von Fürth. Die anschließende Ausstellung der Plakate im Museum Frauenkultur Regional-International endete am 30. Oktober 2022. Auch könnten die Plakate jederzeit erneut ausgestellt werden.

 

 

Inhaltlich weisen sie auf die außerordentliche Bedeutung des Frauenmuseums in der Region Bayern, als das erste und einzige Museum dieser Art, hin, welches Platz für Frauenthemen bietet mit der Schwerpunktsetzung auf den „weiblichen Blick“ und besonders auf weibliche Darstellungs- und Kunstformen und somit ein unentbehrlicher Ort ist für weibliche Geschichte, Kreativität und Kommunikation.

Die ausgestellten Plakate spiegeln wider, wie sehr das Frauenmuseum besonders für seine interkulturelle Arbeit geschätzt wird. Die zahlreichen Plakateinsendungen von den Frauenmuseen weltweit und den internationalen Verbündeten mit Aussagen wie „Frauenmuseen sind wichtig, weil sie für Frauen- und Menschenrechte weltweit eintreten“ (Frauenmuseum Bonn), „Das Frauenmuseum (…) muss auch weiterhin Frauen*geschichte erzählen, Frauen*kultur fördern, Frauen*leben hier und in der Welt sichtbar machen, Rolemodels zeigen und Missstände aufzeigen“ (Frauenmuseum Hittisau), „We need a women´s museum in Fürth, because there should be more spaces to support Women and recognize their work“ (UNAM, Mexico) führen auf, wie wichtig das Museum als Begegnungsort nicht nur für lokale Frauen ist, sondern auch für Frauen aus anderen Kulturen, die durch das Museum international sichtbar gemacht werden und wo Bünde geschlossen werden können, wie z.B. gegen Frauendiskriminierung.

 

 

Die bildnerischen Mittel der präsentierten Plakate sind vielfältig. Sie reichen beispielsweise von Malerei im Stile des Impressionismus oder der neuen Wilden, zu Grafik Design, Fotomontagen und Collagen, selbst Poster in Manier einer Trauerannonce oder reine Schriftplakate sind vertreten. Die Kernaussage der Plakate konzentriert sich in der Hauptsache auf die Formulierung:

 

 

Die Arbeit des Frauenmuseums soll und muss weiterhin bestehen!

Das Frauenmuseum Regional-International ist ein wichtiger Bestandteil der Museumslandschaft, es repräsentiert Frauen, ihren Austausch, ihren Zusammenhalt und ihre vielfältigen Ausdrucksformen. Allein durch den Aufruf der Plakateinsendungen kamen so viele Menschen aus aller Welt zusammen, die sich in ihrer Solidarität sprachlich und künstlerisch ausgedrückt haben und durch die Plakataktion gemeinschaftlich verbunden worden sind.

Die Plakatausstellung ist ein Beispiel für Teamwork und Solidarität unter Frauen:

Gemeinsam und mit dem Museum für Frauenkultur sind wir stark!

 

Text: © Eleonora Perschke-Kleinhempel, Praktikantin

Fotos: © Lisl Bala, Frauen in der Einen Welt

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