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Zwischen Kunst und Quarantäne

Veröffentlicht am 01.05.2020

© Fotos: Ute Klauk, Tijana Jakovljević-Šević, Frauen in der Einen Welt

 

Obwohl alle Museen der Welt wegen der Koronavirus-Pandemie geschlossen sind, hören Kuratoren, Naturschützer, Museumspädagogen und andere Museumsexperten nicht auf, von zu Hause aus zu arbeiten. Mit modernen Technologien, Medien und sozialen Netzwerken führen sie die Öffentlichkeit täglich in Ausstellungen, Sammlungen, Einzelstücke aus ihren Museen oder in verschiedene Erfahrungen mit ihrer Arbeit ein. Viele von ihnen interagieren außerdem mit dem Publikum durch verschiedene Spiele, Quiz oder anderen Herausforderungen. Eine solche Herausforderung - das Nachstellen von Kunstwerken mit häuslichen Requisiten – haben Sie sicher beim Surfen in den sozialen Netzwerken schon entdeckt.

Diesen Trend startete Adobe mit seiner Aktion 'Remake' – eine Herausforderung, die 2011 begann, und an der viele Studenten aus ganz Großbritannien teilnahmen. Vor einigen Wochen griffen das Amsterdamer Rijksmuseum und das J. Paul Getty Museum aus Los Angeles diese Idee auf. Beide Museen erstellten einen dreischrittigen Leitfaden, wie das Nachstellen des Kunstwerks durchgeführt werden soll:
Auswahl eines Lieblingskunstwerks, Suche nach drei Haushaltsgegenständen und schließlich „Neuerstellung" des Kunstwerks mit Hilfe dieser ausgewählten Requisiten und Personen aus der Familie (auch Haustieren wurden wichtige Rollen zugewiesen).
Zahlreiche Museen weltweit folgten ihrem Beispiel! Sie haben ihre Online-Besucher eingeladen, Kunstwerke aus ihren Sammlungen wiederzubeleben und ihre Fotos einzureichen.

Mit den Hashtags #betweenartandquarantine oder #tussenkunstenquarantaine können Sie eine Galerie dieser lustigen und vor allem kreativen Fotos durchsuchen. (Keine Anmeldung nötig!)

Meine Kollegin Ute Klauk und ich konnten der Herausforderung nicht widerstehen. Wir haben „Sieglinde, festkochend“ von Gesa Will (Öl auf Leinwand, 100x100 cm, 1999) nachgestellt. Das Bild wurde 2016 und 2017 in der Ausstellung "ausgekocht?" präsentiert.

 

© Tijana Jakovljević-Šević, Frauen in der Einen Welt

Übersetzung: Sibylle Meyer, Frauen in der Einen Welt

Atelier von Gesa Will "Webseite"
Interview mit Gesa Will "youtube"

 

 
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