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Zwischen den Jahren ist zwischen den Ausstellungen, ...

Veröffentlicht am 22.12.2019

... aber langweilig ist es in dem historischen Museumsraum nie. Natürlich ist er jetzt für Besucher geschlossen, aber da könnte man sich doch Einiges anschauen: das Gewölbe mit vielen Rundbögen, die tragenden Säulen, deren Charakteristik es ist, dass die Kapitelle, - weitab von dorisch, ionisch oder korinthisch, - auf eine merkwürdige Art zerbröseln oder zerflattern und mit wehrhaften Eisennägeln gespickt sind. Unwillkürlich fragt man sich nach deren früherer Bedeutung oder Anwendung.
Das Gleiche gilt auch für die rätselhaften Haken mit Isolatoren an der Decke. Für uns heute nicht selbsterklärend, aber eindrucksvoll.
Dazu in großem Kontrast, die neuzeitlichen Heizungsrohre, schwebend unter der Decke. Als Scherz lassen sich daraus wahre Monster kreieren.
Stimmungsvoll, ja fast weihnachtlich, mutet die Teeküche an. Der mystische Glanz wird von der Plastik-Tischdecke gespendet.
Es ist alles eine Frage der Sichtweise.

 

© Text und Fotos von Marianne Meschendörfer, Frauen in der Einen Welt

 

 
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