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Von der Energieelektronikerin zur Keramikgestalterin

Veröffentlicht am 12.05.2020

"Thematisch beschäftigen sich meine keramischen Arbeiten mit den im Leben wiederkehrenden, scheinbar teils endlosen Prozessen, die wir alle im täglichen Leben durchlaufen, wobei Entwicklung, Wachstum, Rhythmus und Symmetrie dabei eine zentrale Rolle spielen." (Julia Saffer)

 

Julia Saffer begann Ihre berufliche Karriere zwar handwerklich, aber weit entfernt vom Keramischen, das bis dahin nur ihr Hobby war. Im Jahr 2000 startete die Forchheimerin eine Ausbildung bei Siemens in Erlangen zur Energieelektronikerin. Sie waren drei Frauen unter 18 Auszubildenden - damals eine hohe weibliche Quote - die alle drei die Gesellenprüfung bestanden haben.

Trotz ihrem sicheren Job und guter Bezahlung fehlte Julia Saffer die Erfüllung. Nach 9 Berufsjahren bot sich in der Krise von 2008/2009 ihre Chance: Der Neuanfang an der Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen, den sie sich Dank eines Aufhebungsvertrags und einer Abfindung verwirklichen konnte.
Seit 2015 nimmt sie teil an internationalen Wettbewerben, stellt auch Gebrauchskeramik her, ist freie Mitarbeiterin in der Zeitschrift "Die neue Keramik", unterhält eine kleine Ladengalerie und gründete 2018 eine Keramikschule in Höhr-Grenzhausen, zu der sie Künstler*innen aus aller Welt einlädt.

"Es war die richtige Entscheidung. Ich habe das Gefühl von Freiheit. Ich bin von niemandem abhängig als von mir alleine, das ist der Knackpunkt." (Julia Saffer)

 

Text: Gaby Franger, Frauen in der Einen Welt
© Fotos: Julia Saffer

Julia Saffer website
proTon Keramikworkshops website
Das "Objekt der Woche" 13. - 19.05.20: Julia Saffer "Reddish vortexes"

 

 
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